Presse
Erstes Review aus dem Ausland für »Forced to Kill« bei www.darkscene.at, 14.06.2011
Aber holla, was flattert mir denn da ins Haus!
»Forced to Kill« nennt sich das Werk der
Truppe aus dem Umfeld von Ulm in Deutschland. Und was
da aus den Boxen ballert, ist NWOBHM-Mucke, die richtig
Spaß macht, und an die sich die Nackenmuskeln sofort
erinnern. Unschwer zu hören, haben Headless Beast die
Saxon/Priest Grundschule besucht (mehr dazu in unserem
Mini-Interview mit Gitarrist und Mastermind Ingo
Neuber weiter unten im Text). Im Jahr 2004
hatten Headless Beast ja bereits eine EP am Start.
Jetzt liegt mit »Forced to Kill« ihr
Debut-Album vor.
Gleich zum Einstand wird die Marschrichtung mit dem
Opener »Black Rider« vorgegeben: satter
Groove, tolles Bass und Drum-Fundament und darüber
eingängige Riffs. Auch der Gesang weiß zu überzeugen.
Wenn ich mir da andere, weit etabliertere Bands in
Erinnerung rufe, dann haben Headless Beast sicher keine
schlechten Karten für ihre weitere musikalische Zukunft
in der Hand. Beeindruckt bin ich vor allem vom Sound,
den Produzent Vagelis Maranis der Platte
verpasst hat. Dies vor allem, wenn man sich vor Augen
hält, dass »Forced to Kill« in Eigenregie
finanziert wurde. Hut ab! Als weitere Anspieltipps für
das genre-typische Songwriting wären noch zu nennen:
»Deny The System«, »Dying Day« und
»Evil Rules«. Einer meiner Favoriten:
»Riding With The Deadman«. Wirkliche Ausfälle
gibts eigentlich nicht zu vermelden...
Fazit: Was will das Herz des NWOBHM-Rockers mehr?
Headless Beast legen mit »Forced to Kill« ein
mehr als beachtenswertes Debut vor. Man hört der Platte
an, dass viel Leidenschaft und Herzblut
in den Produktionsprozess geflossen ist. Der
Underground lebt. Klar, als Hörer ist man vor
stilistischen Überraschungen weitesgehend gefeit. Aber
mit ihrem Sound gehören Headless Beast sicher mit zu
den heißesten Anwärtern für einen Gig bei einem der
nächsten »Keep it True«-Festivals... Wer
sich im bandeigenen Webshop eine CD bestellt, hat mit
Sicherheit keine Massenware in der Hand. Mehr
davon!
Ingo, bitte erzähl uns vom Entstehungsprozess zu
eurem Debut-Album (wie und wo habt ihr aufgenommen, wie
lange haben die Aufnahmen gedauert, etc)?
Wir haben unser Album im Maranis Studio
in Backnang (in der Nähe von Stuttgart) aufgenommen.
Der Produzent des Albums ist Vagelis
Maranis. Viele kennen ihn bestimmt noch als
Sänger der Gruppe Sanvoisen, die in den 1990er Jahren
bekannt war. Vagelis hat auch den Mix und das Mastering
für das Album durchgeführt. Er hat für einen
differenzierten und klaren Sound, sowie für eine
druckvolle Produktion auf dem Album gesorgt, so, dass
es auch nach Heavy Metal klingt.
Wir mögen keine Produktionen die steril und nach
Plastik klingen. Unser Produzent Vagelis Maranis hat
dabei einen fantastischen Job abgeliefert.
Finanziert haben wir das Album komplett aus
eigener Tasche und ohne Unterstützung eines
Labels.
Die Aufnahmen zogen sich über anderthalb Jahre hin, da
wir innerhalb der Band zwei Sängerwechsel in diesem
Zeitraum, bzw. während der ersten Aufnahmen im Studio
hatten. Mit Jürgen hatten wir dann schließlich den
richtigen Mann fürs Mikro gefunden und konnten mit ihm
erfolgreich die Gesangsaufnahmen beenden.
Du zeichnest ja für die meisten Songs
verantwortlich. Wie lange hat das Songwriting gedauert,
wie gehst du prinzipiell ans Songwriting
heran?
Mit dem Songwriting für die neuen Songs hatte ich
bereits 2007 begonnen. Jedoch war immer das Problem,
dass unser damaliger Sänger keine Texte zu den Stücken
schrieb. Irgendwann kam dann der Zeitpunkt, als ich die
sprichwörtliche Feder in die Hand nehmen musste und
selbst die Texte zu einigen der bereits vorhandenen
Songs verfasst habe. In Jürgen Lugerth,
einem langjährigen Fan und Freund der Band, fand sich
ein zweiter Verfasser, welcher uns damit auch sehr
unterstützt hat. Daher ist auch sein Name beim einen
oder anderen Stück im Booklet als Autor zu finden.
Unser Bassist Swen hat ebenfalls einen Text
beigesteuert. Dies ist auch der Grund dafür, dass kein
Text auf unserer neuen CD von einem Sänger verfasst
wurde. Als Jürgen zur Band stieß befanden wir uns
mitten im Aufnahmeprozess und alle Texte waren bereits
verfasst. Die CD hätte schon früher fertig gestellt
werden können, aber aufgrund der fehlenden Texte und
der Besetzungswechsel bei den Sängern verschob sich
alles etwas nach hinten.
Prinzipiell gehe ich ans Songwriting so heran, dass ich
mir zuerst ein Gitarrenriff ausdenke, dass markant ist
und den Song trägt. Dann baue ich den Song weiter aus,
mit den Strophenteilen die sich am Text orientieren und
in der Regel in einem eingängigen Refrain münden.
Vervollständigt wird der Song dann mit einem passenden
Intro, eventuell einem Mittelteil und einem melodiösen
Solo. Zudem überlege ich mir parallel dazu gleich den
Grundrhythmus für den Bass und das Schlagzeug.
Die Feinheiten arbeiten wir dann gemeinsam im Proberaum
aus.
Die Weiterentwicklung im Songwriting ist am
deutlichsten im Vergleich zwischen der »Never too
late« EP und unserem jetzigen Debütalbum
»Forced to kill« zu erkennen. Bei den Stücken
auf »Forced to kill« habe ich von Anfang an
bei den Kompositionen auf mehr Abwechslung bei den
Tempi und den Tonarten geachtet. Bei »Never too
late« geschah mehr oder weniger noch alles aus dem
Bauch heraus. Auch was die Solos betrifft, sind diese
auf »Forced to kill« viel melodischer und
eingängiger gestaltet.
Was wuerdest du als eure wichtigsten Einfluesse
bezeichnen?
Die wichtigsten Einflüsse auf unsere Musik sind Bands
wie Accept, AC/DC, Judas Priest und Saxon. Unser Sänger
wurde von Ronnie James Dio und Steve Lee
von Gotthard sehr stark beeinflußt. Es waren einfach
Bands die rockten. Es gibt viele Bands die zwar
technisch perfekt sind, aber denen das rockende Element
feht. Dann gibt es aber eben auch jene Bands, die es
auf den Punkt bringen und einfach rocken wie Sau. Das
sind unsere Einflüsse.
Wie geht es jetzt weiter (Konzerte,
etc.)?
Im Moment sind wir gerade dabei Auftritte für dieses
Jahr zu organisieren und zu planen. Wir möchten gerne
unser neues Album live einem breiten Publikum
präsentieren. Die Setlist wird dabei neben den
aktuellen Stücken von unserer neuen CD »Forced to
kill« auch einige Stücke von unserer »Never
too Late« EP enthalten und durch Stücke, die wir
zwar live spielen, aber die bisher noch auf keiner der
beiden CDs enthalten sind, aufgelockert. Sobald die
Termine stehen, werden diese auf unserer Homepage
bekannt gegeben. Ansonsten sind wir gerade dabei ein
neues Bandshirt zu entwerfen, dass es in
Kürze auch in unserem Shop auf unserer Homepage sowie
auf Konzerten zu erwerben gibt. Neue Songideen und
Texte habe ich bereits auch schon gesammelt, aber diese
werden erst Ende des Jahres ausgearbeitet, da jetzt
erst einmal die Liveauftritte Vorrang haben.
Vielen Dank Ingo und alles Gute!
»Richman«
Quelle: www.darkscene.at -
DarkScene Metal Magazin - Headless Beast - Forced to Kill (CD)
